Begleitung

Die Kontaktaufnahme in der Beratung, einem Sprachkurs oder bereits bestehende Verbindungen zu Geflüchteten münden oft in eine persönliche Begleitung von Einzelpersonen oder Familien. Diese kann in Fahrten zum Arzt oder einem Gang ins Krankenhaus, zu Rechtsanwälten, Arbeitsagentur, der Ausländerbehörde oder Beratungsstellen bestehen. Begleitungen zu Freizeitaktivitäten wie Fußballspielen, Besuchen von Festen etc. können folgen und vielleicht Verabredungen zum gemeinsamen Kaffeetrinken oder Essen. Je nach eigenem Zeitbudget stellen wir uns zur Verfügung oder suchen andere, die eine solche Aufgabe übernehmen möchten. In unregelmäßigen Arbeitstreffen tauschen wir uns über unsere Erfahrungen aus und versuchen Lösungen für auftretende Schwierigkeiten zu finden.

Besondere Aufmerksamkeit nimmt meist die Wohnungssuche in Anspruch. Sobald Asylsuchende anerkannt sind, erhalten sie die Möglichkeit bzw. Aufforderung, aus der Gemeinschaftsunterkunft auszuziehen. Dies gestaltet sich für Menschen, die die deutsche Sprache nicht gut beherrschen, oft schwierig.
Wenn Geflüchtete an uns herantreten, versuchen wir über alle verfügbaren Medien mit ihnen gemeinsam geeigneten Wohnraum zu finden. Die Unterstützung beim Erstkontakt zu Vermietern ist am wichtigsten, danach sollten die Betroffenen zu Besichtigungen und Gesprächen begleitet werden sowie notwendige Abklärungen bei Behörden getroffen werden. Beim anschließenden Einrichten einer Wohnung können wir mit Bezugsadressen von Gebrauchtmöbeln, Secondhandläden und Transportmöglichkeiten aushelfen.

Für den Fall eines anstehenden Familiennachzuges ist die Kontaktaufnahme zu Ärzten, Gesundheitsamt, Kindergarten und Schule gemeinsam sinnvoll. Bei Kommunikationsschwierigkeiten sind die angesprochenen Institutionen auch dankbar für einen zusätzlichen Ansprechpartner, zumal wir über den Verein auch Kontakte zu Übersetzern herstellen können.

Das gleiche gilt hinsichtlich einer gewünschten Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme. Hier geht es meist zunächst darum, Kontakte zu Arbeitgebern, Beratungsstellen und Einstiegs- bzw. Qualifizierungsprojekten diverser Bildungsträger zu vermitteln.

Eine ganz besondere Form der Begleitung ist für uns die eines Menschen im Kirchenasyl. Sie erfordert viel Engagement und Kooperation mit anderen beteiligten Gruppen und insbesondere mit der Schutz gebenden Kirchengemeinde.

Mit allen Aktivitäten unserer Begleitung setzen wir uns dafür ein, Asylsuchenden ohne übertriebene Fürsorge von Mensch zu Mensch zu begegnen und miteinander statt nebeneinander in diesem Land zu leben.